
Nils Øklands Musik erweckt den Eindruck, als sei sie fest im Boden der norwegischen Folktradition verwurzelt. So überrascht es nicht, wenn der Künstler sagt, dass ihn "die Freiheit, der Variantenreichtum und die Individualität" der Volksmusik seiner Heimat inspiriert haben. Tatsächlich aber besetzt Økland mit seiner Musik eine ganz eigene Nische zwischen Volksmusik, freier Improvisation und zeitgenössischer Komposition.
Nils Økland ist ein Virtuose der Hardanger Fiddle, dieses der Violine verwandte Streichinstrument und norwegische Nationalinstrument.
Er studierte klassische Violine an der Norwegischen Staatsakademie für Musik in Oslo, in Budapest und Amsterdam.
Das Spiel auf der Hardanger Fiddle erlernte er bei zwei alten Meistern dieses Instruments.
Sechs Jahre lang war Nils Økland der musikalische Direktor der Ole-Bull-Akademie im norwegischen Voss, einem Unterrichtszentrum für norwegische Volksmusik und Volkstänze.
Doch Økland beschränkte sich nie auf die norwegische Musiktradition: als Mitglied verschiedenster Ensembles spielte er auch schon Tangos, die Musik der Sinti und Roma, Musik vom Balkan, Kammermusik und sogar Rock.
Mit seinem langjährigen musikalischen Weggefährten Sigbjørn Apeland spielte Nils Økland 2011 "Lysøen" ein, sein zweites Album für ECM.
"Lysøen" ist zweifelsohne einer der schönsten ECM-Alben der letzten Jahre.
Es handelt sich dabei um ein Konzeptalbum, das auf musikalischen Themen und Kompositionen des norwegischen Violinvirtuosen Ole Bull (1810 — 1880) basiert.
Ole Bull gilt als zentrale musikalische Figur Norwegens, arbeitete unter anderem mit Franz Liszt und galt als einflussreicher Mentor jüngerer Künstlern wie seinerzeit Edvard Grieg. Ganz in der Tradition Bulls, fußt "Lysøen" in kammermusikalischen Improvisationen auf Basis traditioneller norwegischer Folklore und wird Klassikhörer wie Folk– und Jazz-Liebhaber gleichermaßen ansprechen.
Aktuelle Besetzungen:
NILS ØKLAND solo
Nils Økland, Hardanger fiddle, violin and viola d’amore
NILS ØKLAND & SIGBJØRN APELAND
Nils Økland, Hardanger fiddles, violas – Sigbjørn Apeland, harmonium